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Private Equity Co-Investments für Unternehmer und Investoren

Für wen Private Equity Co-Investments funktionieren

Private Equity Co-Investments sind direkte Beteiligungen an konkreten Mittelstands-Transaktionen — nicht über einen Dachfonds, nicht über eine App, nicht als Sparplan. autark360 kuratiert für ein begrenztes Investorennetzwerk Co-Investment-Gelegenheiten neben etablierten Private-Equity-Häusern. Eine Anlageform für Investoren, Unternehmer und semiprofessionelle Anleger nach KAGB.

Erfahrung mit der Anlageklasse ist nicht Voraussetzung — die strukturelle Anlegerqualifikation ist es. Wer noch nicht in Co-Investments investiert war, wird im Onboarding sorgfältig geführt: Mechanik, Risikoprofil, Vermögensallokation und die Eignungsbewertung nach KAGB werden Schritt für Schritt geklärt, bevor ein konkreter Deal überhaupt zur Sprache kommt. Private Equity begleitet mich seit dem Studium — die Selektionslogik und die Beratungstiefe sind über Jahre gewachsen.

Strukturelle Voraussetzungen im Überblick:

  • Anlegerstatus: Semiprofessionell oder professionell nach § 1 Abs. 19 Nr. 32–33 KAGB (Eignungsbewertung Teil des Onboardings)

  • Erfahrung: Eigene Anlage-Historie über klassische Wertpapier-Depots hinaus — geschlossene Fonds, AIFs, Beteiligungen oder unternehmerische Eigenkapital-Erfahrung. Für Erstanleger in dieser Anlageklasse: kein Hindernis, aber Anlass für eine intensivere Onboarding-Phase.

  • Bindungsfähigkeit: Bereitschaft zu mehrjähriger Kapitalbindung (typisch 7–12 Jahre) und Verständnis für Capital-Call-Mechanik

 

Wer eine liquide, börsentäglich handelbare Lösung sucht, ist hier nicht richtig. Wer die Gesamtarchitektur seines Vermögens neu ordnen möchte, beginnt parallel mit einer Strategieberatung — siehe Vermögensmanagement bei autark360.

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Was ein Private Equity Co-Investment ist

Ein Private Equity Co-Investment ist eine direkte Equity-Beteiligung an einer konkreten Transaktion eines etablierten Private Equity Managers (Lead-GP, häufig auch „Sponsor" genannt) — neben dessen Hauptfonds, häufig zu reduzierten oder ganz ohne Gebühren. Co-Investoren sehen vor der Zeichnung das konkrete Portfoliounternehmen, den Sektor und die Investmentthese, statt blind in einen Pool zu investieren. Der Co-Investment-Ansatz bedeutet: Der General Partner (GP) bringt einen Großteil des Eigenkapitals aus seinem regulären Private Equity Fonds, und einzelne Co-Investoren stocken die Equity-Tranche der Transaktion auf — gegen reduzierte oder entfallene Management-Gebühren und ohne klassische Gewinnbeteiligung (Carry) auf den Co-Invest-Teil.

Klassische Beteiligte an einem Private Equity Investment sind neben dem Sponsor (Lead-GP, „General Partner") die Limited Partners des Hauptfonds — typischerweise institutionelle Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Family Offices — sowie ausgewählte Co-Investoren mit eigenem Ticket auf Deal-Ebene. In den USA und Europa hat sich dieser Investmentprozess in den letzten 20 Jahren zum Standard entwickelt, weil er für alle Parties Vorteile bietet: Der Sponsor sichert größere Tickets ab, ohne die Diversifikation des Hauptfonds zu sprengen; Co-Investoren bekommen Zugang zu Top-Deals großer Private Equity Firms zu institutionellen Konditionen.

Der Unterschied zu den gängigen Zugangswegen ist substantiell — sowohl was Kosten, Diversifikation, Transparenz als auch die Anforderungen an den Investor angeht. Die folgende Vergleichstabelle zeigt die drei Transaktionsarten nebeneinander.

Private Equity Co-Investment (eigene Darstellung, Stand 05/2026)

  • Zugangslogik: Beteiligung an konkreter Einzeltransaktion neben Lead-GP

  • Diversifikation: Niedrig — sinnvoll als Baustein im breiter aufgestellten Portfolio

  • Gebührenstruktur: Häufig „no fee / no carry" oder stark reduziert gegenüber Standard-2/20

  • Transparenz vor Zeichnung: Hoch — konkretes Asset, Sektor, Thesis sichtbar

  • Lock-up / Laufzeit: 7–12 Jahre, am Lead-Fonds-Lebenszyklus orientiert

  • J-Curve-Effekt: Deutlich abgeflacht (sofortiger Kapitaleinsatz, weniger Leerlauf-Fees)

  • Typischer Investor: Erfahrener Unternehmer, Single Family Office, semiprofessioneller Anleger

Fund-of-Funds (Dachfonds)

  • Zugangslogik: Indirekt über Dachfonds, der wiederum 8–20 Zielfonds zeichnet

  • Diversifikation: Hoch — mehrere Fonds × je 10–30 Portfoliounternehmen

  • Gebührenstruktur: Doppelte Gebührenebene (Dachfonds + Zielfonds)

  • Transparenz vor Zeichnung: Niedrig — Blind-Pool

  • Lock-up / Laufzeit: 10–14 Jahre (Dachfonds + Zielfonds kumuliert)

  • J-Curve-Effekt: Tiefste und längste J-Curve durch doppelte Kostenebene

  • Typischer Investor: Privatanleger ohne Deal-Selektions-Expertise

Direct Investment

  • Zugangslogik: Direkter Erwerb einer Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligung

  • Diversifikation: Sehr niedrig — Einzelposition

  • Gebührenstruktur: Keine Fondsgebühren, dafür operativer Aufwand

  • Transparenz vor Zeichnung: Maximal

  • Lock-up / Laufzeit: Offen, exit-abhängig

  • J-Curve-Effekt: Variabel — deal-abhängig

  • Typischer Investor: Strategischer Investor, Holding

Wie der deutsche PE-Markt 2025 aussieht — und warum Co-Investments für Unternehmer relevant sind

Der deutsche Private-Equity-Markt hat 2025 mit 15,69 Mrd. EUR Investitionsvolumen ein Vier-Jahres-Hoch erreicht. Gleichzeitig öffnet sich die Anlageklasse strukturell für Privatinvestoren über Co-Investment-Strukturen — institutionelle Player wie KKR oder Apollo bauen eigene Wealth-Solutions-Sparten aus, weil Privatkapital zunehmend zum Wachstumstreiber wird.

Die Zahlen zum DACH-Markt zeigen sowohl den Rückenwind als auch die zentrale Spannung der Anlageklasse: hohe Deal-Volumina bei gleichzeitig historisch schwacher Ausschüttungsquote.

Marktdaten Private Equity DACH und global (verschiedene Quellen, Stand Q1/2026)

  • PE-Investitionen Deutschland 2025: 15,69 Mrd. EUR (+4 % YoY) — BVK Beteiligungsmarktstatistik, 03/2026

  • Buyout-Volumen DACH 2025: 60,9 Mrd. EUR (+56 %) — PwC Private Equity Trend Report 2026

  • PE-Deals DACH gesamt 2025: 557 Deals / 88,3 Mrd. EUR (+69 %) — PwC, 02/2026

  • Globales Buyout-Volumen 2025: 904 Mrd. USD (+44 %), zweitstärkstes Jahr — Bain Global Private Equity Report 2026

  • Ausschüttungen / NAV (LP-Liquidität) 2025: ~14 %, 4. Jahr unter 15 % (Tiefstand seit 2008) — Bain, 03/2026

  • Median Net IRR Buyout Europa Vintage 2021: 14,5 % (Nordamerika: 11,6 %) — Preqin 2025 Global Report

  • Historische PE-Outperformance vs. Public Equity 2002–2018: Ø + 4,2 % p.a. — BlackRock-Studie (historisch)

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Young Businesswoman

Renditeangaben basieren auf historischen Werten und sind keine Garantie zukünftiger Ergebnisse. Die schwache Ausschüttungsquote von rund 14 % zeigt, dass Co-Investments aktuell kein Kurzfrist-Spiel sind — Haltedauern haben sich verlängert, das ist kein Marktausreißer, sondern Realität. Die Returns bleiben im langfristigen Vergleich attraktiv: Über mehrere Vintages hinweg liegt der Median Net IRR europäischer Buyouts oberhalb des US-Marktes; die Spreizung zwischen Top- und Bottom-Quartile-Managern ist allerdings beträchtlich, was die Manager-Selektion zu einem zentralen Erfolgsfaktor macht.

Direktbeteiligung Mittelstand — was sich strukturell ändert: Mittelständische Mehrheitsbeteiligungen, früher institutionellen Investoren mit klassischen Mindestzeichnungen von 5–10 Mio. EUR vorbehalten, werden zunehmend auch über kuratierte Co-Investment-Strukturen für Privatinvestoren zugänglich. Der Treiber: Private Equity Firms brauchen Equity-Bausteine neben dem eigenen Fonds, vor allem bei größeren Tickets — und Unternehmer bringen neben Kapital häufig auch Branchen-Know-how und Netzwerke mit, die einer Portfolio Company in der Wachstumsphase unmittelbar nutzen. Co-Investment-Opportunities entstehen so über eine Vielzahl von Branchen hinweg: Industrie und Maschinenbau, Healthcare und MedTech, Software und IT-Services, Spezialchemie, Konsumgüter und Business Services. Die Investitionen reichen vom Lower Mid Market bis zu Large-Cap-Deals der globalen Private Equity Manager mit Fund Closings im einstelligen oder zweistelligen Milliarden-Bereich.

Wie ein Co-Investment mechanisch funktioniert — J-Curve, Capital Calls, Gebühren

Ein Co-Investment hat einen Lebenszyklus von typisch 5–8 Jahren mit drei Phasen: Capital Calls in den ersten 1–3 Jahren (Kapital wird abgerufen, sobald Investments getätigt werden), Wertaufbau in der Halteperiode, Ausschüttungen ab Jahr 4–7 bei Teilexits und vollem Exit am Ende. Die J-Curve beschreibt die typische Buchrendite-Kurve: zunächst negativ durch Anlaufkosten und Gebühren, später positiv durch Wertentwicklung.

Business Team Discussion

Operative Wertschöpfung

Umsatz- und EBITDA-Wachstum durch klassische operative Maßnahmen: Vertrieb skalieren, neue Märkte erschließen, Margen verbessern, Prozesse digitalisieren, Management-Team gezielt verstärken. Bei einer mittelständischen Portfolio Company kann sich das EBITDA über fünf Jahre realistisch verdoppeln, wenn Strategie und Umsetzung greifen.

Business Lunch Meeting

Multiple ExpansioN

Das Unternehmen wird beim Exit zu einem höheren Bewertungs­multiple verkauft als beim Einstieg, etwa weil es größer, professioneller geführt oder strategisch attraktiver geworden ist. Aus einem Einstiegsmultiple von 8× EBITDA kann beim Exit 10× oder 11× werden. Dieser Hebel ist marktabhängig und nicht steuerbar — er wird nicht eingeplant, aber gerne genommen.

Business meeting

Buy-and-Build / Bolt-on-Akquisitionen

Das Portfoliounternehmen kauft kleinere Wettbewerber zu (typisch zu niedrigeren Multiples), integriert sie und steigert den Konzernwert durch reine Arithmetik plus Synergien. Bei vielen Mittelstands-Deals ist das der wichtigste Werttreiber überhaupt.

Business Meeting Discussion

Leverage-Effekt

Klassische Buyouts werden mit 40–60 % Fremdkapital strukturiert. Wird das Unternehmen während der Halteperiode profitabel betrieben und schuldet im laufenden Cashflow ab, steigt der Equity-Anteil am Gesamtwert — die Rendite auf die Eigenkapital­einlage hebelt sich auf.

Vereinfachtes Zahlenbeispiel: Ein Co-Investor zahlt 250.000 EUR in einen Mittelstandsdeal mit 5 Jahren Halteperiode ein. Das Portfoliounternehmen wächst operativ (Hebel 1), kauft zwei kleinere Marktteilnehmer zu (Hebel 3) und schuldet während der Halteperiode Schulden ab (Hebel 4). Beim Exit verkauft der Sponsor das Unternehmen an einen strategischen Käufer. Der Co-Investor erhält über zwei Distributionen 525.000 EUR zurück — ein Geld-Multiple („Money-on-Money") von 2,1× über fünf Jahre, was rund 16 % IRR (interne Verzinsung) entspricht. Das ist keine Zusage, sondern eine Modellrechnung zur Veranschaulichung der Mechanik. Tatsächliche Returns einzelner Deals streuen erheblich; ein Totalverlust bleibt jederzeit möglich.

Drei-Phasen-Modell — vereinfacht dargestellt

Typischer Lebenszyklus eines PE Co-Investments (eigene Darstellung, modellhaft)

  • Jahr 0–1 · Commitment & erste Calls: Investor sagt Gesamtbetrag zu, Lead-GP führt die Transaktion durch, erste Capital Calls (typisch 30–80 % im ersten Jahr bei Co-Investments, da kapitalintensiver Einzeldeal). → Cashflow negativ, Kapital fließt ab.

  • Jahr 2–5 · Wertaufbau / J-Curve-Tal: Operative Wertschöpfung im Zielunternehmen, ggf. Bolt-on-Akquisitionen, Buchwerte zunächst gedämpft durch Anlaufkosten. → Häufig keine Ausschüttungen, NAV-Bewertung quartalsweise.

  • Jahr 5–8 · Ausschüttungen & Exit: Recap-Maßnahmen, Teil- oder Vollexit über Trade Sale, Sekundärtransaktion oder IPO. → Cashflow positiv, Distributionen bei realisierten Wertsteigerungen.

Gebührenstruktur — was „2 and 20" bedeutet (und warum Co-Investments oft günstiger sind)

Der Branchen-Standard für klassische PE-Fonds heißt „2 and 20": 2 % Management Fee pro Jahr auf das zugesagte Kapital während der Investment Period, danach auf das tatsächlich investierte Kapital, plus 20 % Carried Interest (die Gewinnbeteiligung des General Partners) oberhalb einer Hurdle Rate (typisch 8 % IRR). Bei Co-Investments fallen diese Gebühren häufig weg oder sind stark reduziert — die institutionelle Marktpraxis kennt das als „no fee / no carry" gegenüber LPs (Limited Partnern), die im Hauptfonds bereits committed sind. Das ist einer der Gründe, warum Co-Investments für institutionelle Investoren zum Standard-Baustein geworden sind: höhere Netto-Rendite bei gleichem Brutto-Outcome des GPs.

Investmentprozess vom Sourcing bis zum Closing

Ein einzelnes Co-Investment durchläuft im Investmentprozess mehrere klar abgegrenzte Phasen. Der Sponsor identifiziert ein Target, strukturiert die Transaktion, prüft sie in der Due Diligence (kommerziell, finanziell, rechtlich, operativ) auf das tatsächliche Wertschöpfungs-Potential und legt Equity-Tranche, Fremdkapital-Quote und Closing-Fahrplan fest. Co-Investoren bekommen die Opportunity in der Regel mit einem Term-Sheet vorgelegt, prüfen sie eigenständig auf Basis des Investment-Memos und committen sich vor dem Closing. Nach Vollzug der Transaktion erfolgt die laufende Überwachung des Investments — quartalsweise Reports, jährliche Investor Updates und gegebenenfalls Sitze in Beiräten der Portfolio Company.

Auf Plattform-Ebene können trotzdem Strukturierungskosten, Verwaltungs­gebühren des Vehikels und Reporting-Kosten anfallen. Was an Gebühren übrigbleibt, hängt vom konkreten Deal ab und wird vor jeder Zeichnung transparent gemacht. Renditeangaben in diesem Kapitel basieren auf historischen Werten und sind keine Garantie zukünftiger Ergebnisse.

Wie autark 360 sich von Plattformen wie Moonfare, Liqid oder iCapital unterscheidet

autark360 ist keine digitale Feeder-Plattform und keine Vermögensverwaltung mit PE-Baustein, sondern unabhängige Beratung für ein begrenztes Investorennetzwerk. Der Unterschied liegt in der Selektion, der Beziehung und in der Vergütungsstruktur — kein App-Onboarding, kein Standardprodukt, keine versteckten Vermittlungs­provisionen.

Drei strukturelle Differenzierungen — bewusst nüchtern, nicht plakativ:

  1. Kuratierter Zugang statt Skalierungs-Plattform. Plattformen wie Moonfare oder Liqid skalieren über digitales Onboarding und niedrige Eintrittsschwellen — Moonfare zeichnet seit 2024 über die App bereits ab 10.000 EUR über eine ELTIF-Struktur. autark360 verfolgt das Gegenteil: ein High-Trust-Netzwerk von 20–50 Investoren, Aufnahme über Empfehlung, kein Self-Service-Onboarding. Der Private Equity Zugang entsteht durch persönliche Selektion, nicht durch Tech-Funnel.
     

  2. Co-Investments statt Feeder-Strukturen. Die meisten Plattformen bieten Zugang zu Top-Tier-Fonds (KKR, EQT, Permira) über Feeder-Vehikel — also als Mini-LP in einem klassischen Blind-Pool. Bei autark360 stehen direkte Co-Investments in konkrete, vorab geprüfte Mittelstands-Transaktionen im Vordergrund. Der Investor sieht Asset, Thesis und Lead-GP, bevor er commitet. Private Equity Deal Flow entsteht aus konkreter Marktpräsenz: aus gewachsenen Beziehungen zu GPs, aus eigener Due Diligence auf Deal-Ebene und aus der Expertise, die nötig ist, um aus einer Vielzahl von Opportunities die wenigen herauszufiltern, die zur Strategie eines Investors passen. Es geht um Partnerschaft mit den richtigen Sponsoren, nicht um Standardisierung.
     

  3. Honorartrennung statt versteckter Provisionen. Seit 2019 ist die Vergütung strikt getrennt: Honorarberatung über Beratervertrag auf der einen Seite, Vermittlungstätigkeit nach §34f GewO auf der anderen — sichtbar getrennt in der Mandanten-Dokumentation. Plattformen verdienen meist über versteckte Aufschläge oder Ausgabe­aufschläge, deren tatsächliche Kosten erst aus dem Kleingedruckten sichtbar werden. Bei autark360 ist die Vergütungslogik vor dem ersten Strategiegespräch transparent.

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Welche Chancen ein Co-Investment-Ansatz konkret bietet

Die Benefits eines durchdachten Co-Investment-Ansatzes für Investoren liegen in mehreren Dimensionen gleichzeitig: planbarer Zugang zu institutionell qualifizierten Deals, deutlich reduzierte Gebühren auf der Deal-Ebene, höhere Transparenz vor dem Commitment und — bei richtiger Kombination mit Hauptfonds oder anderen Bausteinen einer Vermögensarchitektur — gezieltes Exposure zu konkreten Sektoren oder Wachstumsthemen. Diversifikation entsteht dabei nicht im einzelnen Co-Investment selbst (das bleibt ein Einzeldeal), sondern in der Kombination über mehrere Vintages, Branchen und Sponsoren hinweg. Genau diese Allokationslogik ist Gegenstand der Beratung, bevor ein erstes Investment gezeichnet wird.

Welche Risiken Co-Investments tragen — und was Sie tragen können müssen

Private Equity Co-Investments sind illiquide, mehrjährig gebunden und mit Totalverlust-Risiko verbunden. Wer hier zeichnet, muss in der Lage sein, das eingesetzte Kapital vollständig zu verlieren, ohne dass die Vermögensstruktur dadurch gefährdet wird. Renditeangaben aus der Vergangenheit sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Die folgende Risiko-Ampel zeigt die zentralen Risiken nach Intensität sortiert (von hoch nach niedrig). Diese Liste ist Pflichtlektüre — nicht Beiwerk.

Risiken bei Private Equity Co-Investments (strukturelle Einschätzung, Stand 05/2026)

  • 🔴 HOCH — Totalverlustrisiko: Insolvenz des Zielunternehmens kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Eigenkapital ist nachrangig.

  • 🔴 HOCH — Illiquidität / Kapitalbindung: 7–12 Jahre Kapitalbindung, vorzeitige Veräußerung nur über Sekundärmarkt mit Abschlägen oder gar nicht möglich.

  • 🔴 HOCH — Capital-Call-Risiko: Commitment wird in Tranchen abgerufen. Nichterfüllung führt zu Default-Klauseln, Verlust der bisherigen Einlage und Verwässerung.

  • 🔴 HOCH — Konzentrationsrisiko: Co-Investments sind Einzeldeals — ohne breite Portfolioeinbettung über Vintages und Sektoren niedrige Risikostreuung.

  • 🟠 MITTEL–HOCH — Markt- & Konjunkturrisiko: Exits hängen vom IPO- und M&A-Umfeld ab. Aktuelles Distributionsumfeld 2022–2025 historisch schwach.

  • 🟡 MITTEL — Bewertungsrisiko: Quartalsbewertungen nach Fair-Value-Methoden — echte Marktpreise erst beim Exit. Zwischenbewertungen können abweichen.

  • 🟡 MITTEL — Manager-/Schlüsselpersonen-Risiko: Performance hängt stark vom Lead-GP ab. Top- vs. Bottom-Quartile-Spreizung häufig über 10 %-Punkte Net IRR.

  • 🟡 MITTEL — Zins- & Leverage-Risiko: Buyouts arbeiten mit Fremdkapital-Quoten von 50–60 %. Höhere Refinanzierungskosten reduzieren den Equity Value.

  • 🟡 MITTEL — Währungsrisiko: Bei internationalen Deals (USD, GBP) kann ungünstiger Wechselkurs Renditen mindern.

  • 🟢 NIEDRIG–MITTEL — Regulatorisches Risiko: KAGB, AIFMD und steuerliche Rahmenbedingungen können sich ändern.

Welcher regulatorische Rahmen gilt — KAGB, AIFMD, Anlegerstatus

Private Equity Co-Investments werden in Deutschland im Wesentlichen über das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und die EU-AIFM-Richtlinie reguliert. Sie sind grundsätzlich nicht für Privatanleger im engeren Sinne konzipiert — Investoren müssen entweder als semiprofessionell nach § 1 Abs. 19 Nr. 33 KAGB oder als professionell nach § 1 Abs. 19 Nr. 32 KAGB qualifiziert sein.

Der semiprofessionelle Anleger ist die für Privatinvestoren relevante Kategorie. Die Qualifikation setzt mehrere Punkte voraus, die gemeinsam erfüllt sein müssen: eine Verpflichtungserklärung zur Mindestinvestition pro Spezial-AIF, eine schriftliche Risikoerklärung in einem separaten Dokument, eine Eignungsbewertung durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) hinsichtlich Sachverstand und Erfahrung, sowie die hinreichende Überzeugung der KVG, dass der Anleger Anlage­entscheidungen selbst treffen und die Risiken verstehen kann. Das Verfahren ist nicht trivial und folgt einer klaren BaFin-Praxis.

Was das im Onboarding bei autark360 bedeutet: Vor jeder konkreten Co-Investment-Gelegenheit wird die Eignung im Rahmen eines strukturierten Verfahrens geprüft — Selbstauskunft zu Vermögens- und Erfahrungsprofil, Eignungsfragebogen zu Mechanik (Capital Calls, J-Curve, Carried Interest, Hurdle Rate), separates Risikoanerkennungsdokument und KVG-seitige Bestätigung in Textform. Die rechtliche Anwendbarkeit hängt vom konkreten Deal-Vehikel ab; eine individuelle Prüfung erfolgt pro Transaktion.

 

Externe Primärquellen zum Selbst-Nachvollziehen: Kapitalanlagegesetzbuch § 1 (KAGB) auf gesetze-im-internet.de · BaFin: Alternative Investmentfonds (AIF).

Drei strukturelle Fragen, die vor einem Strategiegespräch zu klären sind

  • Vor jeder Kontaktaufnahme lohnt es, die folgenden Punkte für sich zu klären — sie entscheiden, ob Co-Investments überhaupt strukturell zur eigenen Vermögenssituation passen:

  • Wie hoch ist mein liquider, nicht reservierter Vermögensteil? Co-Investments binden Kapital über Jahre. Sie gehören in den Teil des Vermögens, der nicht für Konsum, kurzfristige Verpflichtungen oder Notreserven gebraucht wird.

  • Habe ich Erfahrung mit illiquiden Anlagen? Geschlossene Fonds, AIFs, Beteiligungen, eigenes Unternehmen — eine ehrliche Antwort hier entscheidet über die Eignungsbewertung.

  • Vertrage ich einen Totalverlust dieser Position? Nicht emotional, sondern strukturell: Würde ein Totalverlust meine Vermögensarchitektur kippen — oder ist es ein einzelner Baustein?

Press conference

Private Equity Co-Investments stehen nicht isoliert — sie sind ein Baustein innerhalb einer durchdachten Vermögensarchitektur. Wer eine Strategieberatung zur Gesamtstruktur sucht, beginnt typischerweise bei Vermögensmanagement und prüft die Bausteine schrittweise. Wer als Unternehmer parallel die pauschaldotierte Unterstützungskasse mit Sachwert-Ausfinanzierung strukturiert, kann Private Equity unter bestimmten Voraussetzungen auch dort als Ausfinanzierungs-Baustein einsetzen. Eine Übersicht aller Beratungsleistungen findet sich auf der Hub-Seite Beratungsleistungen. Die strukturellen Hintergründe zur unabhängigen Beratungsposition sind unter Warum autark360 ausgeführt; konkrete bisherige Mandate auf der Seite Referenzen.

 

Für eine erste Einordnung der eigenen Vermögensstruktur und der Frage, ob Private Equity Co-Investments dazu passen, lohnt das Erstgespräch für Co-Investment-Zugang.

Private Equity Co-Investments setzen eine belastbare Investor-Basis voraus und einen Berater, der vor der Vermittlung selbst kuratiert. Bei autark360 ist Private Equity seit dem Studium eingespielt — kein Plattform-Produkt, kein Fonds-Vertrieb, sondern ein begrenzter Kreis aus 20 bis 50 Investoren, die geprüfte Co-Investment-Gelegenheiten neben etablierten PE-Häusern erhalten. Wer als Investor oder Unternehmer eine konkrete Portfolio-Ergänzung prüfen möchte, klärt im Erstgespräch zunächst den Investor-Status und die Eignung — alles Weitere folgt erst danach.

→ Zugang zu Private Equity Co-Investments anfragen

Der vorliegende Beitrag dient der allgemeinen Information über Private Equity Co-Investments und Direktbeteiligungen am Mittelstand. Er stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und ersetzt diese nicht. Insbesondere wird keine Steuerberatung geleistet — steuerliche Fragen sind ausschließlich mit einem Steuerberater zu klären.

Private Equity Co-Investments sind illiquide Direktinvestments mit mehrjähriger Kapitalbindung. Sie sind mit Markt-, Liquiditäts-, Emittenten-, Bewertungs-, Manager-, Währungs- und regulatorischen Risiken verbunden. Ein Teil- oder Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Vergangene Wertentwicklungen, ob aus eigenen Portfoliodaten oder aus Marktstatistiken (Bain, Preqin, BVK, PwC), sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Renditeangaben in diesem Beitrag basieren auf historischen Werten und stellen keine Zusage künftiger Erträge dar.

Die Eignung als semiprofessioneller oder professioneller Anleger nach § 1 Abs. 19 Nr. 32–33 KAGB wird im Einzelfall geprüft. Konkrete Co-Investment-Strukturen werden ausschließlich im Rahmen eines individuell vereinbarten Mandats und unter Wahrung der seit 2019 strukturell getrennten Honorar- und Vermittlungspfade angeboten. Für die persönliche Situation wenden Sie sich an einen zugelassenen Berater, für steuerliche Fragen an einen Steuerberater. Stand: 21. Mai 2026.

Quellen und Register

FAQ

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